Neue Ideen für die Landmarke Wasserturm

Der historische Wasserturm auf dem Baugrundstück der IKK Südwest in Saarbrücken war im Sommersemester 2017 Gegenstand der von den Professoren Eva Hartnack, Stefan Ochs und Ulrich Pantle betreuten Bachelor-Thesis im Studiengang Architektur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saarbrücken. Entstanden sind spannende Nutzungsideen und kreative Denkanstöße für die Verwendung des denkmalgeschützten Baus. Im Rahmen einer Feierstunde ehrte die IKK gemeinsam mit Vertretern von Hochschule und Stadt die vier besten Arbeiten.

 


Es geht abwärts – so viel ist bei der Betrachtung der Gewinnermodelle, die am Dienstag, 14. November 2017, in den Räumlichkeiten der IKK Südwest geehrt wurden, klar. Bei der Gestaltung des Geländes rund um den Wasserturm gingen die Studierenden baulich vor allem in die Tiefe, um die Hanglage rund um das Gebäude optimal zu nutzen und eine Anbindung an die Stadt zu erschaffen: Einkaufspassagen, Gastronomie oder Räume für die Jugendarbeit werden im Gedankenspiel eine Etage tiefer gelegt, während an der Oberfläche und im Turm selbst das kulturelle Leben eine Spielwiese findet.


Am Kopf des Areals am Eurobahnhof, direkt über dem  Verkehrsknotenpunkt Ludwigskreisel, errichtet die IKK Südwest derzeit eine neue Hauptverwaltung: zwei Gebäude mit circa 950 Arbeitsplätzen und einem Kundencenter. Nur die Funktion des denkmalgeschützten Wasserturms auf dem IKK-Baugrundstück in Saarbrücken lässt derweil innerhalb des Ensembles noch Raum für kreative Überlegungen. Aus diesem Grund ist Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest, besonders erfreut über die Themenstellung an der HTW: „Die Ideen, die die Studierenden entwickelt haben, sind unserer Meinung nach für die Weiterentwicklung des Quartiers am Eurobahnhof hochinteressant. Als regionaler Krankenversicherer am Standort Saarbrücken setzen wir uns natürlich auch dafür ein, der historischen Bedeutung des Wasserturms durch innovative Gestaltungsansätze Rechnung zu tragen.“


Eine Jury, bestehend aus Vertretern der Landeshauptstadt und der Bauherrenseite, hatte die Entwürfe zuvor bereits gesichtet und bewertet. Bei der Ehrung präsentierten die Preisträger Felix Hahn (1. Platz), Kim Fuchs (2. Platz), Gabriel Motsch (3. Platz) und Lucas Wolf (Sonderpreis) den anwesenden Gästen noch einmal ihre Entwürfe und nahmen, begleitet von lobenden Worten ihrer Mentoren und des Saarbrücker Baudezernenten Prof. Heiko Lukas, ihre Preisgelder entgegen.


Wie genau es mit der derzeit verwaisten Landmarke Wasserturm weitergeht, wird bald entschieden: „Momentan liegt unser Hauptaugenmerk noch auf der Fertigstellung unserer neuen Gebäude. Doch die spannenden Ideen, die die Studierenden entworfen haben, werden sicherlich als wichtige Denkanstöße in das Nutzungskonzept des Turmes einfließen“, erklärt Prof. Jörg Loth.