Crowdfunding-Plattform IDEENWALD ist gestartet!

Die  regionale Crowdfunding-Plattform für Rheinland-Pfalz und das Saarland ist online. Nun  können Gründerinnen und Gründer, Kreative und Kulturschaffende Ihre Ideen vorstellen und Freiwillige im Netz davon überzeugen, in Ihre Idee zu investieren. 

Ideenwald wurde gemeinsam mit den Gründungsbüros der Universität bzw. Hochschule Kaiserslautern, Koblenz/Landau, Trier, Mainz, der Universität des Saarlandes und dem Institut für Technologietransfer der htw saar, FITT gGmbH, gegründet. Sie ist ein regionaler Zweig der größten deutschen reward-based Crowdfunding-Plattform www.startnext.de

Crowdfunding hat sich als eine moderne Form der informellen Mikrofinanzierung etabliert. Dabei wird eine Produktidee, ein Projekt oder Gründungsvorhaben  durch eine Vielzahl von Personen finanziert, die über das Internet gewonnen werden. Reward-based bedeutet, dass für die Mikrofinanzierung keine finanzielle Vergütung erfolgt. Die Kapitalgeber erhalten in diesem Falle im Gegenzug zum Beispiel einen Prototypen oder ein Goodie als Dankeschön.

Frei nach dem Motto „Kleiner Beitrag – große Wirkung“  sind potentielle Unterstützer aufgerufen, Kampagnen auf www.ideenwald-crowdfunding.de zu fördern.


Hintergrund

Crowdfunding hat sich in den letzten Jahren zu einer innovativen Methode entwickelt, um für eigene Projekte und Ideen eine Anschubfinanzierung zu erhalten. Dabei bietet die Finanzierung mehr als den rein monetären Vorteil. Sie kann ebenso als "Proof of concept" genutzt werden, als Test, ob man die Zielgruppe von seiner Gründungsidee überzeugen kann. Außerdem stellt eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne auch immer ein potentes Marketingwerkzeug dar, um ein Projekt/ein Produkt bekannt zu machen.

Meistens gibt es im Vorfeld eine definierte Mindestsumme (Fundingschwelle), die in einem vorher festlegten Zeitraum erreicht werden muss, damit das Projekt realisiert werden kann. Falls die angestrebte Summe nicht erreicht wird, erhalten die Investoren ihr Geld zurück.

Die ersten Crowdfunding-Plattformen sind in Deutschland 2010 gestartet.
Das bisher größte deutsche Crowdfunding-Projekt im Filmbereich startete die Kölner Firma Brainpool im Dezember 2011. Für den geplanten Kinofilm zur TV-Serie „Stromberg“ wollte das Unternehmen bis März 2012 eine Million Euro einsammeln. Innerhalb einer Woche wurde die Plansumme erreicht.
Die Erfolgsquote deutscher Plattformen lag im Jahr 2014 bei 54% (Quelle: Crowdfunding-Monitor für-gründer.de). Im Vergleich dazu liegt die Erfolgsquote der amerikanischen Crowdfunding Plattformen Kickstarter bei 36% (Quelle: Kickstarter Stats) und auf Indiegogo bei knapp 10% (Quelle: Crowdfunding Insider).
Laut Studie der Cambridge Universität wurden 2015 europaweit insgesamt über 5 Milliarden Euro über Crowdfunding finanziert, davon 249 Millionen Euro in Deutschland. Deutschland ist damit der drittgrößte Markt in Europa nach Großbritannien und Frankreich. 

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