Fisch aus dem Schiff oder das nächste Leben eines Öltankers

In der Ideenskizze "Schiffaquakultur" von Prof. Dr. Uwe Waller ersetzen ausrangierte Öltanker Netzkäfige.

Die Lachsaquakultur ist mit wachsenden Problemen konfrontiert. Diese Entwicklung zeichnet sich seit Längerem ab und ist Teil der aktuellen Presseberichterstattung (siehe Saarbrücker Zeitung, 21.07.2017, Läuse bringen den Lachs in Gefahr). Die Lachslaus ist so erfolgreich, weil sie sich in den Netzkäfigen reproduziert und ihre planktischen Lebensstadien verdriften und andere Lachsfarmen befallen. Sie ist aber bei weitem nicht das einzige Problem der Lachsaquakultur. Sie muss sich mit steigenden Wassertemperaturen und der allgemeinen Verschmutzung der Küstengewässer durch Netzkäfige auseinandersetzen. Dadurch, dass Netzkäfige im ständigen Austausch mit der Umwelt stehen und große Mengen von Exkrementen in die Umwelt abgeben gefährden sie letztlich ihren eigenen Standort.

Die Lachsaquakultur sucht neue Wege, die seit langem an der htw saar nicht nur diskutiert, sondern umgesetzt werden. Prof. Dr. Uwe Waller befasst sich bspw. mit landbasierter Aquakultur, die auch für den Lachs entwickelt wird.

Ein Leuchtturmprojekt könnte die Schiffaquakultur werden, die einen ganz neuen Lösungsweg für die Lachsaquakultur aufzeigt.