Ingenieurausbildung im Saarland bekommt Unterstützung aus der Wirtschaft

Gemeinsame Pressemitteilung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK), der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar), der Universität des Saarlandes (UdS) und der Staatskanzlei des Saarlandes

Gemeinsam mit den Hochschulen und den Partnern aus der Wirtschaft ist es gelungen, eine Vereinbarung über die Unterstützung der saarländischen Hochschulen zur Optimierung von Lehre und Forschung in den Ingenieurwissenschaften zu erarbeiten. Diese wird einen maßgeblichen Beitrag zur Umsetzung der strategischen Ziele aus dem Landeshochschulentwicklungsplan 2015 bis 2020 leisten. Des Weiteren wird damit auch eine Grundlage für die in den Ziel- und Leistungsvereinbarungen der beteiligten Hochschulen und im Landeshochschulentwicklungsplan verankerten Kooperationsplattform zu Ingenieurwissenschaften gelegt.

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) sowie die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) unterstützen in den kommenden Jahren mit substanziellen Beiträgen die Ingenieurausbildung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar) und der Universität des Saarlandes (UdS). Hierfür wurde heute in der Staatskanzlei eine Vereinbarung von den beteiligten Partnern unterzeichnet. Dabei erklärt die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: "Ich bin davon überzeugt, dass diese Vereinbarung die Kooperation der Universität des Saarlandes und der htw saar mit ME Saar und der IHK weiter verbessern wird. Damit wird die Ingenieuraus- und -weiterbildung im Saarland unter Berücksichtigung des Anforderungsprofils der saarländischen, aber auch der internationalen Wirtschaft bedarfsgerecht weiter entwickelt und nachhaltig gestärkt. Ich bin sicher, dass wir mit diesem Instrument dem Fachkräftemangel im Land wirkungsvoll begegnen werden und gleichzeitig die exzellente anwendungsorientierte Forschung ausbauen können."

Der Präsident von ME Saar, Oswald Bubel, ergänzt: "Ich freue mich sehr, dass wir heute eine Regelung vereinbaren können, die inhaltlich und vom Zeitpunkt her auch ein Symbol dafür ist, dass der Strukturwandel, den unsere Hochschulen in den letzten Jahren durchlaufen haben, nun allmählich zu einem Abschluss kommt. Wir können jetzt eine erfolgreiche Zukunft planen. Mit einer Gesamtsumme von 2.370.000 Euro über fünf Jahre ermöglicht der Verband der Metall- und Elektroindustrie den beiden Hochschulen eine ansonsten nicht finanzierbare Verbesserung der Attraktivität und Qualität ihrer technischen Studiengänge. Wir wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung der Maßnahmen."

Auch die IHK beteiligt sich mit einer Viertelmillion Euro an der Förderung der Ingenieurwissenschaften. IHK-Präsident Dr. Richard Weber: "Mit der heutigen Vereinbarung setzen wir unser Engagement für starke Ingenieurwissenschaften an den Saarhochschulen fort. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Saarindustrie, die mit Blick auf den technologiegetriebenen Wandel der Wirtschaft und die zunehmende Digitalisierung der Produktionsprozesse einen steigenden Ingenieurbedarf hat. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir uns weiterhin mit gezielten Kampagnen und finanziellen Beiträgen für die ingenieurwissenschaftliche und berufliche Ausbildung einsetzen."

Die saarländischen Hochschulen können die finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft sehr gut gebrauchen. "Wir freuen uns über diese Kooperation, mit der wir die Forschung und Lehre im noch jungen Studienfach Systems Engineering stärken können. Wir können darüber auch besser auf die Bedürfnisse der saarländischen Wirtschaft reagieren und gemeinsam die Ingenieure der Zukunft ausbilden. Wir werden außerdem Systems Engineering noch stärker mit der Grundlagenforschung und den anwendungsorientierten Instituten verknüpfen", sagt Universitätspräsident Volker Linneweber.

Der Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Prof. Dr. Wolrad Rommel, ergänzt: "Die heute unterzeichnete Vereinbarung ist ein weiterer Meilenstein zur Profilierung der Ingenieurwissenschaften an der htw saar zum Thema Digitalisierung. Wir erhalten die finanziellen Mittel zum Aufbau eines Testfeldes für die Ausbildung mit den neuesten digitalen Produktionstechnologien, in dem wir unsere Studierenden in einem Industrieland, wie das Saarland es ist, fit für die Zukunft machen."

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