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Elektrotechnik - Erneuerbare Energien und Systemtechnik (Bachelor)

Studienziele

Das binationale deutsch-französische Bachelorstudium des DFHI, das durch einen anschließenden zweijährigen Master ergänzt wird, zielt darauf ab, Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden, die sich für Tätigkeiten in französischen und deutschen Unternehmen mit internationaler Ausrichtung empfehlen. Es bereitet die Studierenden auf einen Berufsweg vor, der vielfältige und interessante Aufgaben im Rahmen einer Fach- oder Führungskarriere bereithält.

Siehe dazu die Videointerviews von ehemaligen Studierenden des Studiengangs anlässlich der 35-Jahr-Feier des DFHI im November 2013:

Interview 1    Interview 2
 

Zielgruppe

Der Bachelor Studiengang richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife, die sich für technische Systeme interessieren, deren Funktion durch das sinnvolle Zusammenspiel von programmtechnischen und elektronischen sowie mechatronischen Komponenten geprägt ist. Das Studium ist für diejenigen besonders attraktiv, die eine internationale Karriere anstreben und sich auf die Arbeit in multinationalen Teams vorbereiten möchten. Studieninteressierte sollten neben ausgeprägtem mathematisch-naturwissenschaftlichem und technischem Verständnis ausbaufähige Französischkenntnisse mitbringen und offen für die französische Kultur sein.

Studieninhalte

Das Studium findet abwechselnd an der Université de Lorraine in Metz (1., 2. und 5. Semester) und der htwsaar in Saarbrücken (3., 4. und 6. Semester) statt. Es werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Grundlagen Informatik (Algorithmen, Netzwerke, objektorientierte Programmierung, usw.) Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen (Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Mechanik)
  • Kernfächer Elektrotechnik (Messtechnik, Elektronik, Regelungstechnik, Mikroprozessoren, Signal- und Systemtheorie, Automatisierung, Kommunikation, Feldbussysteme, Energiesysteme, Sensoren)
  • Ergänzende fachspezifische Kompetenzen (Wahrscheinlichkeiten und Statistik)
  • Fremdsprachen (Französisch und Englisch)
  • Interkulturelle Kompetenz (Gesellschaft, Unternehmenskultur, Präsentations- und Verhandlungstechniken, Rechts- und Industrienormen,...)
  • Kennenlernen der Berufswelt (Anfertigung der Bachelorarbeit in einem Unternehmen in Frankreich oder im französischsprachigen Ausland)

Es besteht zudem die Möglichkeit, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse und interkulturellen  Erfahrungen durch ein Erasmus-Semester im 5. Semester noch zu erweitern.

Der Studiengang wird durch die deutsch-französische Hochschule evaluiert und gefördert. Damit erhalten alle Studierenden eine Mobilitätsbeihilfe in der Studienphase in Metz und während des Praktikums im Partnerland. 

Berufsbild [u.a. VDE Trendreport 2013, VDE Ingenieurstudie 2010]

Die Elektro- und Informationstechnik durchzieht heute nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche. Sie ist der wichtigste Innovationstreiber für die industriellen Anwenderbranchen und Leitmärkte der Zukunft. Sie liefert die innovativen technischen Lösungsansätze, die zur Bewältigung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen - z. B. einer klimaverträglichen, sicheren und effizienten Energieversorgung - beitragen. Die stärksten Impulse werden von den Bereichen Energieeffizienz, Smart Grids und Elektromobilität erwartet.  Zu den Schlüsseltechnologien zählen hierbei die Energietechnik sowie Batterie- und Speichertechnologien, gefolgt von der Automatisierungstechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Elektrotechnik und Informationstechnik nimmt der Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften weiter zu. Betroffen sind davon nicht nur die klassischen Kernbranchen, sondern auch immer mehr Anwenderbranchen im industriellen und im Dienstleistungsbereich. Diese Entwicklung bringt einerseits positive Arbeitsmarktimpulse, neue Berufsbilder und Anforderungsprofile sowie verbesserte Karrierechancen für Elektroingenieurinnen und –ingenieure mit sich, andererseits erweitern sich auch die Anforderungen an die Qualifikation. Die Bedeutung eines ausreichend großen Nachwuchsfachkräftepotentials für den Innovationsstandort Europa wächst ungebrochen.
Die Elektroindustrie, die Energie-, die Informations- und Kommunikationswirtschaft beschäftigen zwar die überwiegende Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen. Aber auch im Maschinenbau, der chemischen Industrie oder im Automobilbau nehmen sie wichtige Positionen ein. Die  damit verbundenen Schlüsselgebiete wie Informationstechnik, Software und Mikroelektronik durchdringen heute jeden Industriezweig.

Die Arbeit von Elektroingenieurinnen und -ingenieure ist seit Jahren immer mehr von der Kombination aus Hard- und Software geprägt. Systeme gewinnen gegenüber Einzelkomponenten zusehends an Bedeutung. Die Einbeziehung von Mikrosystemen (Beispiel Smartphone), die Sensor-, Rechen- und Kommunikationsfähigkeiten besitzen, ermöglichen die Entwicklung ganz neuer Anwendungen, die unseren Alltag, wie wir ihn heute kennen, massiv verändern  werden. Das Ausmaß ist mit der Entwicklung des Internets über die vergangenen 20 Jahre vergleichbar. Vielzahl und Vielfältigkeit solcher Systeme finden sich bereits heute schon z. B. in den Entwicklungen zu Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung in der Haustechnik, zu intelligenten Fahrzeugen als Teil vernetzter Systeme, zu Telemedizin, zum Verbleib alter und behinderter Menschen in ihrem Wohnumfeld. Demnächst wird auch von Nanosystemen die Rede sein, und für 2020 prognostiziert man 80 Milliarden vernetzte Objekte weltweit (15 Milliarden heute). Ebenso wird im industriellen Umfeld die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produktionsprozessen in einem enormen Maße zunehmen (Industrie 4.0).

Bei der erfolgreichen Entwicklung moderner Systeme ist die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fachdisziplinen, z.B.  Informatiker, Logistiker, Qualitätsmanager, Chemiker, Mediziner, Sozialwissenschaftler, vielerorts selbstverständlich geworden. Technische und naturwissenschaftliche Kenntnisse allein reichen heute häufig nicht mehr aus. Das Wissen über Anwender, Gebräuche, Kultur, Unternehmensführung und Wirtschaft sowie die Fähigkeit, in vermehrt multikulturellen Arbeitsgruppen mitzuwirken, wird in einer international verflochtenen Welt immer wichtiger. Fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenzen sind hierfür unverzichtbar. Ingenieurinnen und Ingenieure, die in der Lage sind, gleichermaßen bei einem französischen Kunden, einem Partnerunternehmen in Frankreich oder z. B. in den Vereinigten Staaten zu arbeiten, sind gesucht.  Studierende dieses Studiengangs werden besonders darauf vorbereitet. 

Weiterführendes Masterstudium

Das Studium der Elektrotechnik kann im Anschluss an den erfolgreichen Bachelor (Licence) im viersemestrigen deutsch-französischen Masterstudiengang der Elektrotechnik fortgesetzt werden. Bestandteile dieses Studiengangs sind im letzten Studienjahr ein „dual“ gestalteter Ablauf, worin sich jeweils 3 bis 4 Wochen Präsenz an der Université de Lorraine mit 3 bis 4 Wochen im Unternehmen abwechseln, sowie ein sechsmonatiges Praktikum, verbunden mit der anzufertigenden Master-Abschlussarbeit, das vorzugsweise im Partnerland oder französischsprachigen Ausland absolviert wird.


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